Taubstummschule

Die Zahl der gehörlosen Kinder ist im Kongo im Vergleich zu anderen Ländern überdurchschnittlich hoch. Diese Kinder werden vom Staat nicht betreut, können am normalen Schulunterricht nicht teilnehmen und werden sehr oft auch von den Eltern vernachlässigt. Vor mehr als 30 Jahren wurde deshalb neben der Missionsstation in Likasi eine Taubstummenschule errichtet, wo gehörlose Kinder unterrichtet werden und einen Schulabschluss bekommen.

 

Neben den allgemeinen Fächern lernen die Schüler die französische Sprache weithin anhand der Bibel lesen und schreiben - alles durch die Gebärdensprache vermittelt. Das Niveau des Unterrichts kann sich zumindest mit dem von Regelschulen messen. Viele Kinder finden dort zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus Christus. Insofern sieht die Schule ihre Aufgabe auch in der Vermittlung von biblischen Glaubensgrundlagen. Nach Abschluss der Schule haben Mädchen die Möglichkeit, auf dem Gelände zur Schneiderin ausgebildet zu werden, die Jungen zum Tischler.

Im Laufe der Zeit sind auf dem Schulgelände mehrere einfache Gebäude errichtet worden, wo Kinder wohnen und verpflegt werden, die weit entfernt leben und die Schule besuchen möchten. Dies Internat kann inzwischen etwa 40 Schüler aufnehmen, die teilweise aus weit über 100 km angereist sind.

 

Nur die wenigsten Eltern sind imstande oder willens, ihren Beitrag für die Unterbringung und Verpflegung ihrer Kinder zu leisten. Diese Kosten müssen deshalb durch Spenden aus Deutschland gedeckt werden. Leider können inzwischen die Gebäude und die Einrichtung nicht wie erforderlich instand gehalten werden, weil die Mittel dazu fehlen.

 

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