Gefängnisarbeit

In Likasi gibt es zwei Gefängnisse, eines mit rund 200 Insassen bei 120 Betten und das andere mit etwa 1.500 Gefangenen, aber ebenfalls mit weit niedrigerer Bettenzahl. Der Staat versorgt die Gefangenen mit Lebensmittel derart unzureichend, dass sie kaum überleben können. Verwandte müssen sich deshalb um sie kümmern. Notvoll wird es, wenn die Verwandten weit entfernt wohnen. In dem kleinen Gefängnis befinden sich Gemüseanbauflächen, die die Not ein wenig lindern.

 

Ruth fährt jede Woche zu den Gefängnissen, um denen, die Mangel leiden, zumindest notdürftig Nahrung zu bringen, durchweg Maismehl und getrockneten Fisch. Auch das ist nur durch die Spenden aus Deutschland möglich.

 

Zur Begleitung nimmt Ruth jeweils einen oder zwei einheimische Glaubensbrüder aus einer der Gemeinden mit, die in den Gefängnissen nach Verteilung der Lebensmittel eine evangelistische Predigt halten. Dadurch bekehren sich des öfteren Häftlinge, so dass auch Taufen im Gefängnis stattfinden. Die Gläubigen und Interessierte werden von Brüdern aus den Gemeinden 14tägig in biblischer Lehre unterwiesen.

 

Die humanitäre Hilfe wird von den Gefängnisleitungen sehr gerne gesehen, dadurch sind auch die Türen für die Verkündigung des Evangeliums geöffnet.

 

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